News Update
1. Oktober 2010
seite 3.ch
Gottfried Helnwein – Wahnsinns Künstler
Der Wiener Gottfried Hellwein weiss, wie und wo er der gutbürgerlichen Gesellschaft ins Fleisch schneiden muss, damit diese vor Schmerz aufschreit. Helnwein malte Hitler-Jesus in der Krippe, Bilder von Kindern, verstümmelt, oder verwundet vom Wahnsinn der erwachsenen Welt. Es sind Bilder, die man eigentlich nicht sehen will, aber an denen der Blick kleben bleibt wie Kaugummi auf Asphalt. Heute wird Gottfried Helnwein 62 Jahre alt.
Er ist wohl einer der umstrittensten Künstler der Nachkriegszeit, der Österreicher Gottfried Helnwein. Aufgewachsen in den Trümmern, die der Nationalsozialismus hinterlassen hat, und geprägt von einem streng katholischen Umfeld, war das Zeichnen schon in jungen Jahren das einzige emotionale Ventil Helnweins. Nach einer chaotischen und orientierungslosen Jugend fand der Österreicher schliesslich seine Berufung in der Kunst, doch auch während des Studiums an der Kunstakademie in Wien erwies sich Helnwein als Querdenker.
1971 gründete er die Künstlergruppe "Zötus" und erregte bereits mit seinen ersten öffentlich ausgestellten Werken starkes Aufsehen: Seine Bilder von verletzten und bandagierten Mädchen stießen sowohl auf grosses Lob als auch auf strikte Ablehnung
Seit Ende der 80er sind zu den Zeichnungen, Aquarellen und Fotos zahlreiche Performance-, Video- sowie Bühnenprojekte gekommen, eines davon mit Schock-Rocker Marilyn Manson. Unter dem Motto „The Golden Age Of Grotesque“ stand die unheilige Allianz. In Manson und seiner Ex-Frau, Burlesque-Stripperin Dita von Teese, fand das Enfant Terrible Helnwein zwei Seelenverwandte, die auch in seinem Anwesen heirateten.




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