Helnwein ( presse )
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
Eva-Maria Magel
DAS SIND ALLES BRUCHSTÜCKE EINER GROSSEN KONFESSION
Die Frau, die gut sein wollte: Maximilian Schell spricht über seine Schwester Maria und die Ausstellung im Deutschen Filmmuseum Frankfurt
Den Schlusspunkt der Ausstellung bildet ein Gemälde von Gottfried Helnwein, das die Schauspielerin in jungen Jahren zeigt - und das bis zuletzt ihr privates Zimmer überstrahlte.

Gottfried Helnwein : Frankfurter Allgemeine Zeitung
Frankfurter Allgemeine Zeitung 2007
1. Februar 2007

Maximilian Schell vor dem Bild seiner Schwester Maria, von Gottfried Helnwein ("Maria", Öl und Acryl auf Leinwand, 2005)


MARIA SCHELL, Ausstellung, Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Ausstellung, Katalog, Filmreihe
Bis 17. Juni 2007, Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Juli bis Oktober 2007, Schloss Wolfsberg, Österreich

Während der Mittelteil der Ausstellung Maria Schells Aufstieg dicht entlang ihrer Filme verfolgt, sucht der erste Bereich die Anfänge ihres Schaffens im Kontext der Künstlerfamilie Schell und deren Rückzugsort, der Alm im österreichischen Preitenegg. Den Schlusspunkt bildet ein Gemälde von Gottfried Helnwein, das die Schauspielerin in jungen Jahren zeigt - und das bis zuletzt ihr privates Zimmer überstrahlte.

Die neue Sonderausstellung Maria Schell im Deutschen Filmmuseum bietet einen Einblick in die Arbeit und den Nachlass einer der produktivsten Schauspielerinnen der Nachkriegszeit. Konzipiert ist dieses Projekt als Wanderausstellung und wird begleitet von einem Katalog und einer Filmreihe.
Von Maximilian Schell erhielt das Museum im September 2005 den Nachlass seiner Schwester Maria zur Vorbereitung einer Ausstellung und einer Publikation. Die Würdigung einer der bekanntesten Schauspielerinnen des deutschsprachigen Films fügt sich in das Profil bisheriger Sonderausstellungen des Hauses, in denen bereits Marlene Dietrich, Romy Schneider, Curd Jürgens und Klaus Kinski vorgestellt wurden. Neben der monografischen Hommage richtet die Ausstellung den Blick auf die film- und mediengeschichtlichen Zusammenhänge, in denen Maria Schells Karriere steht.
Die Ausstellung gliedert sich in acht Stationen, die den künstlerischen Werdegang von Maria Schell veranschaulichen. Ihr filmisches Gesamtwerk steht dabei im Zentrum, aber auch ihre Theaterarbeit - dort lernt sie die Schauspielerei von der Pike - und die späten Fernsehrollen werden berücksichtigt. Die Exponate stammen größten Teils aus dem persönlichen Besitz von Maria Schell, der eine immense Fülle an Fotografien birgt. Diese bilden ein Strukturelement der Ausstellung. An der Decke sind Portraitaufnahmen angebracht, auf denen Maria Schells Gesicht von der Jugendzeit bis in die späten Jahre zu sehen ist. Die Fotografien innerhalb des Rundgangs zeigen sie in Arbeitskontexten - am Set mit Regisseuren wie Helmut Käutner, Wolfgang Staudte oder Luchino Visconti - oder verdeutlichen bestimmte Konstellationen, etwa die Traumpaar-Bildung mit männlichen Stars wie Dieter Borsche, O. W. Fischer, Yul Brynner oder Gary Cooper. Eine weitere Strukturebene bilden die vier Großprojektionen, durch die eine Montage von Filmausschnitten der "Erfolgsjahre" zwischen 1950 und 1961 projiziert wird. Während der Mittelteil der Ausstellung Maria Schells Aufstieg dicht entlang ihrer Filme verfolgt, sucht der erste Bereich die Anfänge ihres Schaffens im Kontext der Künstlerfamilie Schell und deren Rückzugsort, der Alm im österreichischen Preitenegg. Den Schlusspunkt bildet ein Gemälde von Gottfried Helnwein, das die Schauspielerin in jungen Jahren zeigt - und das bis zuletzt ihr privates Zimmer überstrahlte.

© 1996-2005 Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main




01. Februar 2007 Frankfurter Allgemeine Zeitung Eva-Maria Magel



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